In der heutigen Arbeitswelt ist Remote Desktop Software für viele Unternehmen und Privatnutzer unverzichtbar geworden. Sie ermöglicht den direkten Zugriff auf entfernte Geräte, unabhängig vom eigenen Standort. Ob für IT-Support, Homeoffice, Dateiübertragungen oder die Verwaltung mehrerer Systeme, mit der richtigen Lösung lassen sich sämtliche Aufgaben effizient und zuverlässig erledigen.
Besonders in Zeiten von mobiler Arbeit und zunehmender Digitalisierung wird der sichere und stabile Fernzugriff auf Computer und Server immer relevanter. Dieser Artikel zeigt die besten Programme, ihre Funktionen und für wen sie sich besonders eignen.
Was ist Remote Desktop Software?
Remote Desktop Software erlaubt den Fernzugriff auf einen anderen Computer über eine bestehende Internetverbindung. Die Benutzeroberfläche des Zielgeräts wird dabei auf dem eigenen Bildschirm dargestellt, sodass man das entfernte System wie lokal bedienen kann. Diese Technologie wird für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, zum Beispiel für den technischen Support, den Zugriff auf Arbeitsgeräte im Homeoffice oder zur Verwaltung von Servern.
Ein großer Vorteil liegt in der Flexibilität. Man kann ortsunabhängig auf Daten und Programme zugreifen, Wartungsarbeiten durchführen oder Hilfe leisten, ohne physisch anwesend zu sein. Auch die plattformübergreifende Nutzung ist möglich, da viele Programme neben Windows auch Linux, macOS sowie mobile Systeme wie Android und iOS unterstützen.
TeamViewer als vielseitiger Klassiker
TeamViewer zählt zu den bekanntesten Lösungen im Bereich Fernzugriff. Es ist einfach zu bedienen, schnell installiert und sowohl für private als auch für gewerbliche Zwecke geeignet. Besonders beliebt ist TeamViewer wegen seiner hohen Stabilität und dem breiten Funktionsumfang.
Die Software unterstützt sämtliche Betriebssysteme wie Windows, Linux und macOS. Auch mobile Geräte lassen sich über spezielle Apps einbinden. Einmal eingerichtet, genügt die Eingabe einer ID und eines Kennworts, um eine sichere Verbindung zum entfernten Gerät herzustellen. Besonders im IT-Support kommt TeamViewer häufig zum Einsatz, da mehrere Benutzer gleichzeitig zugreifen und sogar gemeinsam an Problemen arbeiten können.
Zu den praktischen Funktionen zählen unter anderem Dateiübertragungen, Bildschirmfreigabe, Fernneustart, Sitzungsaufzeichnung und Remote Printing. Die Software eignet sich hervorragend für die Betreuung von Kunden, die Verwaltung von Firmennetzwerken und auch für den privaten Einsatz, da sie für nicht kommerzielle Nutzung kostenlos angeboten wird.
AnyDesk als schlanke Alternative für schnellen Fernzugriff
AnyDesk überzeugt durch eine hohe Verbindungsgeschwindigkeit und niedrige Systemanforderungen. Die Software ist besonders für den schnellen Fernzugriff auf entfernte Rechner konzipiert und bietet dabei eine stabile Bildqualität auch bei schwächerer Internetverbindung.
Sie unterstützt alle gängigen Betriebssysteme, darunter Windows, macOS, Linux sowie mobile Plattformen. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche ist die Einrichtung in wenigen Minuten erledigt. Die Verbindung erfolgt ebenfalls über eine eindeutige ID. Sicherheit wird großgeschrieben, etwa durch verschlüsselte Datenübertragung und individuelle Berechtigungen für den Zugriff.
Für Unternehmen stehen unterschiedliche Lizenzmodelle zur Verfügung. Privatnutzer können AnyDesk jedoch kostenlos verwenden. Zu den wichtigsten Funktionen gehören neben der Fernsteuerung auch Dateiübertragungen, die Nutzung mehrerer Monitore und der Zugriff auf unbeaufsichtigte Geräte. Die Software ist daher ideal für spontane Hilfestellungen, regelmäßige Wartungen und den Zugriff auf den eigenen Bürorechner von unterwegs.
RemotePC für professionelle Anforderungen
RemotePC richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen, die eine leistungsfähige Lösung für den Fernzugriff benötigen. Die Software bietet einen hohen Sicherheitsstandard, flexible Zugriffsmöglichkeiten und eine benutzerfreundliche Oberfläche.
Ein Vorteil ist die Möglichkeit, nicht nur Windows- und Mac-Rechner, sondern auch Linux-Server in die Verwaltung einzubinden. Zudem können mehrere Benutzer mit individuellen Rechten eingerichtet werden. Das erleichtert die Organisation in Teams und ermöglicht parallele Arbeit an verschiedenen Systemen.
RemotePC ermöglicht auch den Zugriff über einen Browser. So lassen sich Sitzungen starten, ohne dass auf dem eigenen Gerät zusätzliche Software installiert werden muss. Weitere Funktionen wie Dateiübertragung, Fernneustart, Chat während der Sitzung und Remote Printing machen die Software zu einem vollwertigen Werkzeug für Unternehmen. Die Lizenzmodelle sind flexibel skalierbar und bieten je nach Bedarf unterschiedliche Funktionspakete.
Remote Desktop Software: Zoho Assist als Lösung
Zoho Assist ist eine cloudbasierte Anwendung, die speziell für IT-Support und Kundendienst entwickelt wurde. Sie eignet sich ideal für Unternehmen, die häufig Support auf entfernten Geräten leisten müssen und dabei auf einfache Bedienung sowie schnelle Verbindung angewiesen sind.
Die Software bietet umfangreiche Funktionen wie unbeaufsichtigte Sitzungen, Echtzeit-Fernsteuerung, Dateiübertragungen und Unterstützung für mehrere Monitore. Auch der Fernzugriff auf mobile Geräte ist möglich, was Zoho Assist von vielen anderen Lösungen abhebt.
Besonders hilfreich ist die Integration in andere Zoho-Produkte, zum Beispiel das Helpdesk-System oder das CRM. So können Support-Prozesse direkt aus bestehenden Arbeitsumgebungen heraus gestartet werden. Eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktionen ist ebenfalls erhältlich, ideal für kleine Teams oder den Einstieg in den professionellen Remote Support.
Remote Utilities für erfahrene Administratoren
Remote Utilities ist besonders bei IT-Fachleuten beliebt, die komplexe Netzwerke verwalten und verschiedene Zugriffsarten benötigen. Die Software ermöglicht eine feingranulare Steuerung über mehr als 15 verschiedene Modi wie Vollzugriff, Ansicht, Dateiübertragung, Fernwartung oder Befehlszeile.
Ein großer Vorteil ist die Nutzung im lokalen Netzwerk ohne Internetverbindung. So lassen sich auch abgeschottete Umgebungen sicher verwalten. Auch außerhalb des eigenen Netzwerks funktioniert Remote Utilities zuverlässig und bietet dabei Funktionen wie Wake-on-LAN, Remote Shutdown, Bildschirmaufnahme oder die Integration von Active Directory.
Die Software ist besonders unter Windows leistungsstark und bietet dort die größte Funktionsvielfalt. Für kleine Teams oder den privaten Einsatz steht eine kostenlose Version zur Verfügung, mit der bis zu zehn Geräte verwaltet werden können. Wer Wert auf Kontrolle und Flexibilität legt, ist mit Remote Utilities gut beraten.
LogMeIn und LogMeIn Pro für große Anforderungen
LogMeIn gehört zu den etablierten Anbietern im Bereich Fernzugriff. Die Software richtet sich vor allem an Unternehmen, die hohe Ansprüche an Sicherheit, Stabilität und Verwaltung stellen. Die kostenpflichtige Variante LogMeIn Pro bietet zusätzliche Funktionen für professionelle Nutzung.
Zu den Features zählen unter anderem Fernzugriff in Echtzeit, Dateiübertragung, Passwortspeicherung, Remote Printing und Cloud-Speicher. Die Software unterstützt sowohl Windows als auch macOS und eignet sich besonders für größere Netzwerke mit vielen Benutzern.
Ein besonderes Merkmal ist die Möglichkeit, mehrere Benutzer mit eigenen Zugangsdaten zu verwalten. So lassen sich Arbeitsabläufe besser strukturieren und der Zugriff auf sensible Daten gezielt steuern. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und die Einrichtung gelingt problemlos. LogMeIn ist zwar kostenpflichtig, bietet aber einen umfassenden Leistungsumfang für professionelle Anforderungen.
Plattformübergreifende Nutzung und mobile Geräte
Eine gute Remote Desktop Software sollte auf möglichst vielen Plattformen laufen. Moderne Anwendungen unterstützen in der Regel Windows, macOS und Linux gleichermaßen. Auch mobile Betriebssysteme wie Android und iOS werden immer besser eingebunden.
Dadurch ist es möglich, nicht nur vom eigenen Laptop, sondern auch über Tablet oder Smartphone auf entfernte Geräte zuzugreifen. Ob unterwegs, im Urlaub oder im Außendienst, der Zugriff auf wichtige Programme oder Daten ist jederzeit gewährleistet. Gerade für kleine Unternehmen und Selbstständige ist diese Flexibilität ein großer Vorteil.
Auch alternative Systeme wie Raspberry Pi oder Chrome OS werden inzwischen von einigen Anbietern unterstützt. Wer also mit verschiedenen Geräten arbeitet, sollte bei der Wahl seiner Software darauf achten, dass eine breite Plattformkompatibilität gegeben ist.
Chrome Remote Desktop für den einfachen Einstieg
Chrome Remote Desktop ist eine kostenlose Lösung von Google, die direkt im Browser funktioniert. Sie eignet sich besonders für Einsteiger oder gelegentliche Nutzer, die keinen großen Funktionsumfang benötigen.
Die Einrichtung erfolgt über das eigene Google-Konto. Nach der Installation der Browsererweiterung kann ein Zugriffscode generiert werden, mit dem sich der entfernte Computer steuern lässt. Die Verbindung erfolgt verschlüsselt und ist daher auch für einfache Supportaufgaben geeignet.
Zwar fehlen bei Chrome Remote Desktop viele professionelle Funktionen wie Dateiübertragung oder Sitzungsaufzeichnung, doch für den privaten Einsatz ist das Tool ideal. Es ist schnell eingerichtet, einfach zu bedienen und erfordert keine zusätzlichen Programme auf dem eigenen Gerät.
Kostenlose und kostenpflichtige Optionen im Vergleich
Viele Anbieter stellen ihre Software in einer kostenlosen Version zur Verfügung. Diese eignet sich vor allem für Privatanwender oder kleinere Projekte. Zu den bekannten Programmen mit Gratisversion zählen TeamViewer, AnyDesk, Chrome Remote Desktop, Zoho Assist (Basisversion) und Remote Utilities.
Wer jedoch regelmäßig auf entfernte Systeme zugreifen oder im beruflichen Kontext arbeiten möchte, sollte auf eine kostenpflichtige Lizenz setzen. Diese bietet erweiterte Funktionen, bessere Verwaltungsmöglichkeiten und oft auch professionellen Support.
Entscheidend ist die Abwägung zwischen Bedarf und Kosten. Wer nur gelegentlich Hilfe bei Freunden leistet oder auf den Heim-PC zugreifen möchte, ist mit kostenlosen Tools gut bedient. Unternehmen sollten hingegen auf leistungsfähige und sichere Komplettlösungen setzen.
Welche Remote Desktop Software läuft auf Windows, Mac und Linux?
| Software | Kostenlos für Privatanwender | Unterstützt Windows | Unterstützt macOS | Unterstützt Linux | Mobil nutzbar | Wichtige Funktionen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TeamViewer | Ja | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | Fernzugriff, Dateiübertragung, mehrere Monitore, Remote Printing |
| AnyDesk | Ja | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | Sehr schnell, geringe Latenz, Drag & Drop, unbeaufsichtigter Zugriff |
| RemotePC | Nein | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | Zugriff über Browser, Benutzerrechte, Dateiübertragung |
| Zoho Assist | Eingeschränkt | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | Echtzeit-Support, Helpdesk-Integration, mobile Geräte |
| Chrome Remote Desktop | Ja | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | Browserbasiert, einfache Bedienung, plattformübergreifend |
| LogMeIn Pro | Nein | ✅ | ✅ | ❌ | ✅ | Remote Printing, Passwortverwaltung, Cloud-Synchronisation |
| Remote Utilities | Ja (bis 10 Geräte) | ✅ | ❌ | ❌ | ❌ | LAN-Zugriff, Wake-on-LAN, viele Steuerungsmodi |
| Remmina | Ja | ❌ | ❌ | ✅ | ❌ | Speziell für Linux, unterstützt RDP, VNC, SSH |
| TigerVNC | Ja | ✅ | ✅ | ✅ | ❌ | Open Source, plattformübergreifend, hohe Anpassbarkeit |
Fazit: Remote Desktop Software
Eine gute Remote Desktop Software ist heute für viele Arbeitsbereiche unverzichtbar. Ob im privaten Umfeld oder im professionellen Einsatz – Fernzugriff auf Geräte spart Zeit, erleichtert die Zusammenarbeit und ermöglicht effiziente Problemlösungen.
Zu den beliebtesten Programmen zählen TeamViewer, AnyDesk, RemotePC, Zoho Assist, Remote Utilities und LogMeIn. Je nach Bedarf und Anwendungsbereich bieten sie unterschiedliche Funktionen, Sicherheitsniveaus und Lizenzmodelle. Wer plattformübergreifend arbeiten möchte oder Wert auf mobile Nutzung legt, findet bei diesen Anbietern flexible Lösungen.
FAQs: Remote Desktop Software – Alles was Sie noch wissen müssen
Wie funktioniert Remote Desktop Software und wie richte ich sie ein?
- Eine Remote Desktop Software ermöglicht den Zugriff auf einen entfernten Computer über eine Internetverbindung
- Die Benutzeroberfläche des Zielgeräts wird dabei auf dem lokalen Gerät angezeigt
- Installation erfolgt auf beiden Geräten: dem lokalen (Client) und dem entfernten (Host) Computer
- Für die Verbindung wird meist eine ID und ein Kennwort oder ein Zugangscode benötigt
- Nach dem Verbindungsaufbau kann der Benutzer den entfernten Computer steuern, Dateien übertragen oder Programme ausführen
- Viele Programme bieten zusätzliche Funktionen wie Dateiübertragung, Chat, mehrere Monitore oder Fernneustart
- Die Einrichtung ist oft in wenigen Minuten erledigt, besonders bei benutzerfreundlichen Anwendungen wie TeamViewer oder AnyDesk
Ist Remote Desktop Software sicher und kann ich sicher auf meinen Computer zugreifen?
Ja, Remote Desktop Software kann sehr sicher sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die meisten professionellen Programme setzen auf verschlüsselte Datenverbindungen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Sitzungsprotokolle.
Eine sichere Verbindung hängt aber auch von der Stärke des Passworts, den freigegebenen Berechtigungen und einem aktuellen Betriebssystem ab. Zudem sollte der Zugriff nur über vertrauenswürdige Netzwerke erfolgen. Bei richtiger Anwendung ist der Fernzugriff nicht nur sicher, sondern auch zuverlässig.
Welche Remote Desktop Software ist kostenlos und für Windows, Mac oder Linux geeignet?
| Software | Kostenlos für | Unterstützte Systeme | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| TeamViewer | Privatanwender | Windows, macOS, Linux | Einfach einzurichten, viele Funktionen |
| AnyDesk | Privatanwender | Windows, macOS, Linux | Sehr schnell, geringe Systemlast |
| Chrome Remote Desktop | Alle Nutzer | Windows, macOS, Linux, Chrome OS | Browserbasiert, keine Installation nötig |
| Zoho Assist (Free) | Einzelpersonen | Windows, macOS, Linux | Cloudbasiert, begrenzter Funktionsumfang |
Warum lässt sich der Remotezugriff mit Remote Desktop Software nicht verbinden beziehungsweise was tun bei Verbindungsproblemen?
- Prüfen, ob beide Geräte mit dem Internet verbunden sind
- Sicherstellen, dass auf dem Zielgerät die Remote Software aktiv ist
- Firewall oder Antivirensoftware kann die Verbindung blockieren
- Die richtige ID oder der Zugangscode muss korrekt eingegeben werden
- Bei mobilen Geräten sicherstellen, dass der Energiesparmodus nicht die Verbindung unterbricht
- Software-Updates prüfen, da veraltete Versionen zu Problemen führen können
- Neustart beider Geräte kann Verbindungsfehler manchmal beheben





